Mobile Tierheilpraxis

Um den Tieren die zusätzliche Aufregung in einer Praxis zu ersparen, besuche ich Sie und Ihren Liebling zu Hause. Es ist mir wichtig und auch wichtig für die Fallaufnahme (Anamnese), dass ich das Verhalten des Tieres in seiner gewohnten Umgebung beobachten kann.

Die Erstanamnese dauert ca. 1-2 Stunden vor Ort, also bei Ihnen und Ihrem Tier.

Für eine homöopathische Behandlung ist es wichtig, das ich soviel Informationen wie möglich über ein Tier erhalte. Nur so kann ich dann auch das ähnlichste Mittel finden. Ich bin also zu einem großen Teil auf die Angaben des Tierbesitzers angewiesen. Da ist es für mich auf jeden Fall leichter, wenn es um ein Tier geht, welches sich im unmittelbaren Lebensraum des Menschen befindet. Weil bei diesen Tieren das Wesen, der Charakter die Vorlieben, Abneigungen sehr viel besser vom Tierbesitzer beschrieben werden können als vielleicht bei einem Tier z. Bsp. einer Katze, die Freigänger ist. Aber auch diese Tiere brauchen manchmal homöopathische Unterstützung.

Eine Katze (Freigänger) hatte auf dem Rücken offene Stellen, diese verkrusteten, die Katze kratzte sie wieder auf. Die Stellen wurden größer, haben sich entzündet. Die Katze wurde tierärztlich mit Antibiotika behandelt. Das Antibiotikum brachte nichts. Ich nahm den Fall auf, und nach eingehender Repertorisation, welche ich mit dem nochmaligen Lesen des Arzneimittelbildes, mit den ähnlichsten Symptomen verglich, bekam die Katze eine einmalige Gabe Lycopodium. Sie hat wieder wunderbares Fell.

In diesem Fall reichte eine einzige Gabe aus, denn die Katze war weder geimpft (auf dieses Thema werde ich an anderer Stelle noch eingehen), noch hatte sie sonstige schulmedizinische Behandlungen über sich ergehen lassen müssen. Ihre Lebenskraft war, bis auf dieses eine Mal, im harmonischen Gleichgewicht.

Auf keinen Fall sollte jetzt der Gedanke aufkommen, mein Tier hat aufgekratzte Stellen, dann rein mit dem Lycopodium. Denn der “Schuss“ kann nach hinten losgehen. Niemals sollte man leichtfertig irgendein Arzneimittel geben, wenn man es nicht kennt. Auch wenn es weit verbreitet ist, dass man mit “Homöopathie“ nichts falsch machen kann. Das mag ja so vielleicht stimmen, aber mit einem falsch verabreichten homöopathischen Arzneimittel kann man, wenn man sich nicht auskennt sehr große Fehler machen. Wichtig ist, die Gaben nur so oft wie unbedingt nötig zu verabreichen. Tritt eine Besserung ein, hört man sofort mit der Mittelgabe auf. Da es sonst passieren kann, dass das Tier das Mittel “prüft“.

Auch an diesem Punkt heißt es für Unwissende, die Homöopathie hilft nicht.

Oftmals ist die homöopathische Behandlung nicht so “ einfach“! Meistens hat ein Tier, wenn es dann auch noch ein Rassetier ist und viel Geld gekostet hat, eine ganze Reihe von schulmedizinischen Behandlungsversuchen mit denen die Lebenskraft eher geschwächt, als gestärkt wird, durchlaufen.

Die Verantwortung, ob oder mit welchem Mittel Sie Ihr Tier behandeln lassen, schulmedizinisch tierärztlich oder natürlich zum Beispiel klassisch homöopathisch, bleibt immer beim Tierbesitzer.

Sie bekommen von niemandem ein Heilungsversprechen.

Die Krankheit ist längst Chronisch.

Bei chronischen Fällen, die bereits Schulmedizinisch austherapiert sind, braucht es Zeit und Geduld. Es oftmals nicht mit einem Mittel getan.

Die homöopathischen Mittel werden aber nicht nebeneinander, sondern nacheinander gegeben.

Die Symptomentwicklung zeigt an, ob ein Mittel wiederholt oder ein anderes Mittel gesucht werden muss.

Der Therapeut muss also erkennen:

  • ob ein Symptom zum Arzneimittelbild des verabreichten Mittels gehört
  • ob er das eine Mittel noch wirken lässt
  • ob er das gleiche Mittel, in einer andere Potenzierung verordnet
  • ob und wann er das Mittel wechselt

Oftmals überdecken so genannte künstliche Krankheiten die eigentlichen Symptome und man muss sie Schicht für Schicht auf- oder abarbeiten. Hierbei handelt es sich auch um die in den Beipackzetteln der Medikamente stehenden Nebenwirkungen.

Es ist immer wichtig, die Ursache der Krankheit, des Krankheitssymptoms herauszufinden.

Man sollte immer erst sehr genau hinschauen, bevor Antibiotikum, Cortison etc. verabreicht wird, weil man ja “nichts findet“. Alle Laborbefunde und Röntgenbefunde sind in Ordnung, trotzdem gehen sehr viele Tierbesitzer mit den genannten Medikamenten aus der Praxis und verabreichen sie brav ihren Schützlingen. Dem soll es wieder besser gehen. Gerade hier beißt sich die Katze in den Schwanz.

Grenzen der Homöopathie

Wenn die Selbstheilungskräfte im Organismus an ihre Grenzen stoßen, z. Bsp. wenn Infolge eines Unfalles Knochen gerichtet werden müssen, dann hat auch die Homöopathie ihre Grenze erreicht. Ein Kaiserschnitt unumgänglich ist, oder andere Operationen. An dieser Stelle muss Schulmedizinisch behandelt werden.

Nachdem die Knochen gerichtet/ oder die Operation gut verlaufen ist können die Selbstheilungskräfte wieder wirken.

Jetzt kann man dem Körper helfen, mit Narkose u. a. Medikament schneller wieder fertig zu werden, indem man die Behandlung homöopathisch weiter führt.

Es muss nicht prophylaktisch nach jeder OP ein Antibiotikum gegeben werden. Dafür gibt es sehr gute Möglichkeiten in der klassischen Homöopathie.

Das Antibiotikum sollte immer das Mittel für den Notfall sein. Wir brauchen es, wenn nichts anderes mehr möglich ist. Wenn es dann aber versagt, weil der Organismus resistent geworden ist, haben wir ganz schlechte Karten.

Jeder Tierbesitzer darf selber entscheiden, ob ein Mittel seinem Tier gegeben wird oder nicht, oder eine Behandlung an seinem Tier durchgeführt werden soll.

Der Tierbesitzer trägt allein die Verantwortung für sein Tier.

Deshalb ist ein großes Vertrauen zu seinem Tierarzt oder Tierheilpraktiker sehr wichtig. Der Tierbesitzer muss sich in erster Linie gut beraten fühlen und verstehen, warum und welche Behandlung durchgeführt oder warum und welches Medikament gegeben wird.


Mobile Tierheilpraxis - klassische Homöopathie
Katrin Müntzenberg