Fälle

Da ich selber seit über 14 Jahren erfolgreich Bichon frise züchte, habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Akutbehandlung bei Neugeborenen Welpen sehr viel sinnvoller ist, als mit einem 150g oder noch weniger wiegenden Tierbaby zum Tierarzt oder in die Tierklinik zu rennen. Da sich die wenigsten Tierärzte mit der Aufzucht befassen und es auch relativ schwierig ist, irgendwelche Laborbefunde zu bekommen, wird es meistens nur teuer und das geschwächte neugeborene Tierbaby wird noch zusätzlich gestresst. Aber jeder Züchter kennt das Gefühl, man will ja helfen. Gerade in solchen Fällen kann man sehr schnell und sanft und ohne das Kleine von der Tiermama zu trennen, helfen.

Bei einer Züchterin kränkelte ein Hundebaby, vom 3. Tag an nach der Geburt. Es hatte Blähungen, wollte nicht saugen. Erster Weg Tierarzt, dem Welpen wurde wohl soviel Wasser eingeflößt, dass es hinten gleich wieder raus kam, um zu sehen, ob irgendwo ein “Knoten“ oder “Defekt“ ist. Schon allein die Vorstellung ist für mich grausam. Aber es half alles nichts, der Kleine nahm ab, kämpfte aber und schlief auch viel, er war nachher schon so geschwächt, dass er den ganzen Tag nicht einmal versuchte zur Zitze der Mama zu kommen. Wenn die Züchterin dann versucht ihn zu füttern, wollte er nicht und verkrampfte sich so, dass seine Haut blau wurde. Der Kleine war mittlerweile 6 Tage, die Züchterin und Tierärzte mit ihrem Latein am Ende. Sie rief mich an, schilderte mir genau wie das Verhalten des Kleinen. Ich suchte ein Mittel heraus, in diesem Fall schickte ich mehrere Mittel, die zur Wahl standen und verabredete, dass wenn sie am nächsten Tag die Mittel erhält, mich zurück ruft. Das machte sie dann auch und ich fragte noch mal einige Dinge zum Welpen ab, dann entschied ich mich für “sein Mittel“, der Kleine bekam dieses Mittel. Sie rief mich nach 5 Minuten an und meinte, er hat jetzt soviel auf einmal getrunken, dass es ihr Himmelangst wurde. Er bekam keine Blähungen mehr und trank von da an bei seiner Mama.

Während einer Geburt kann man sehr gut homöopathisch helfen. Caulophyllum ist das Mittel, was wahrscheinlich alle Züchter kennen. Wenn es aber nicht angezeigt ist, dann hat man schlechte Karten, denn dann hat aus der Sicht der Hobby-Homöopathen diese Behandlungsmethode versagt. Dabei ist der Grund ein ganz anderer, für die Geburt gibt es nicht nur ein Mittel, sondern über 40 Mittel.

Zu einer Hundezüchterin bin ich gefahren, weil deren Hündin seit 3 Stunden Presswehen hatte, es ging aber nichts voran und die Hündin wurde langsam schwächer, was ja auch logisch ist. Am Telefon kamen wir nicht weiter, außerdem hatte die Züchterin keine homöopathische Notfall-Apotheke, deshalb fuhr ich gegen 10.30 Uhr hin. Als ich eine halbe Stunde nach dem Anruf ankam, lag die Hündin apathisch aber mit Presswehen, in ihrer Wurfkiste. Es handelte sich natürlich um einen akuten Fall. Ich nahm schnell die mir wichtigen Zeichen auf und fand das Mittel, welches sie in dem Moment braucht. Sie bekam es in kurzen Abständen und nach einer viertel Stunde erblickte die erste kleine Hündin das Licht der Welt. Die Geburt habe ich dann telefonisch weiter betreut. Da es eine erfahrene Züchterin war, konnte ich das mit ruhigem Gewissen. Der 3. und letzte Welpe wurde gegen 17.00 Uhr geboren. Für die fehlenden Nachgeburten bekam sie noch ein weiteres Mittel.

Ein weiterer Akutfall war ein junger Hund, der plötzlich aus dem Garten schreiend ins Haus kam. Er “schäumte“ förmlich, erbricht Futter, der Speichel lief ihm die Beine herunter. Die Besitzerin hatte ihm aus der Notfallapotheke Nux v. gegeben. Dann rief sie bei mir an, weil es immer schlimmer wurde. Berichtete kurz und sehr aufgeregt, sie vermutete einen Wespenstich, äußerlich waren aber keine Schwellungen zu sehen. Der Kleine bekam Apis. Er trank eine große Menge Wasser, erbrach diese wieder, versucht sich zu verkriechen, speichelt und hatte ganz helle Schleimhäute. Nach einer Gabe Aconitum entspannte er, das Speicheln hörte auf. Er schlief eine Runde auf Frauchens Schoß, anschließend trankt er und behielt auch alles bei sich.

                        Wichtig:                            

  • Der Tierbesitzer muss, um im Akutfall schnell handeln zu können, eine “Homöopathische Notfallapotheke“ zur Hand haben. Wenn er keine Notfallmittel zur Verfügung hat, dann nützt ihm der Anruf bei seinem Tierhomöopathen nicht wirklich viel. Es sei denn, dieser wohnt gleich um die Ecke.

Mobile Tierheilpraxis - klassische Homöopathie
Katrin Müntzenberg